Philip Berghoff hat uns einen kleinen Bericht von seinem Wochenendabenteuer geschickt. Mega stark - ward Ihr auch unterwegs, trotz Regenwetter?

Naturpark Solling-Vogler - nie gehört, nichts wie hin! 

Immerhin liegt der Naturpark etwa in der Mitte zwischen mir und meinem Freund. Und unser spontanes Wochenendabenteuer musste für beide passen. Also los: Freitagmittag am Bahnhof in Holzminden getroffen, gewandert bis es dunkel wurde, in der einzigen offenen Wirtschaft in Neuhaus gestärkt und dann ab in den Wald. Nur mit Tarp, Isomatte und Schlafsack, so wollten wir übernachten. Und waren uns sicher: das geht auch im Dauerregen, der uns treu begleitet hat. Es sollte ja ein Abenteuer sein. 

Eine ungefähre Stelle haben wir uns vorher schon angeschaut und die beiden Tarps standen super schnell. Franks Tipp mit der Rettungsdecke unter der Isomatte war Gold wert und wir haben gut geschlafen. Und lange, denn auch morgens hat's noch geregnet. 

Als es endlich trocken war und wir uns beim Bäcker gestärkt hatten, gings dann richtig los, unterwegs durch den Solling, das Hochmoor Mecklenbruch und das Hellental. Mit einigen wenigen Ausnahmen leider über breite Schotterwege, aber mitunter netter Aussicht. Der Versuch, kleinere Wege zu nehmen, endete meist im Querweltein oder auf den Spuren wilder Waldarbeiterfahrzeuge. Schade eigentlich - aber dafür konnte man die Wanderer hier an einer Hand abzählen. Das hat schon gepasst und die Abgeschiedenheit war uns ganz recht, als wir unser zweites Nachtlager an "Försters Tränke" direkt am Wegesrand aufgebaut haben. 

Die Nudeln waren ebenso schnell gegessen wie gekocht und es wurde kalt - 2°C schon abends, sagte das Thermometer. Also lagen wir schon um 8 Uhr im Schlafsack, ich selbst mit zwei Pullovern und voller Montur, Mütze inklusive. Geschlafen haben wir trotzdem, und wenn nicht gut, dann wenigstens lang. Und diesmal trocken. 

Sonntagmorgen gab's dann Kaffee, gekocht mit dem Wasser aus dem Bächlein direkt am Lager. Und weiter gings - in großem Bogen und viel querweltein zurück nach Holzminden. Pizza, Kaffee, Kuchen - die insgesamt gelaufenen 50 km haben hungrig gemacht. Und schon haben die Züge Richtung Norden und Süden unsere Wege wieder getrennt. 

Was bleibt - muss man in den Naturpark Solling-Vogler? Nö. Aber unbedingt und öfter zu kleinen Abenteuern aufbrechen! Und wenn der Bericht Dich dazu motiviert, dann ist das gut. 

Attacke - da draußen ist die Welt!