Warme Sonnenstrahlen und kühle Abende, frischer Wind und immer mal ein Schauer: Herbst und Winter machen die Kleiderwahl zur Herausforderung. Wir zeigen Dir, worauf es ankommt - im Alltag und beim Sport.

Die Idee ist einfach: mehrere Schichten übereinander, möglichst geschlossen und aufeinander abgestimmt. Aber hier ist auch schon die Schwierigkeit: als unterste Schicht die alte Baumwoll-Unterhose oder ein schlabbriges T-Shirt und schon sind Feuchtigkeit und Unterkühlung vorprogrammiert, wenn Du ins Schwitzen kommst.

Das Baselayer, Deine 1. Kleidungsschicht, soll stattdessen möglichst eng an der Haut anliegen. Funktionsmaterialien oder Merinowolle sorgen dafür, dass Schweiß und Feuchtigkeit vom Körper weggeleitet werden. Je nach dem, wie kalt es ist, kommen als Baselayer auch langärmelige Teile zum Einsatz. Ich mag das natürliche Hautgefühl von Merinowolle und nehme deshalb gerne ein Teil von Icebreaker, besonders zum Wandern.

Die zweite Schicht dient der Isolation - hier setze ich oft auf mehrere Teile. Denn ein dünner Fleecepulli und eine leichte Weste lassen sich einzeln oder zusammen anziehen. Das ist weit besser als ein dickes Fleece-Teil oder gar ein Wollpullover, die im Zweifelsfall schnell zu warm sind. Hier gilt es, die Schicht den Temperaturen anzupassen: oft ziehe ich meine Weste schnell aus, habe sie für die Pausen aber immer griffbereit. Denn wenn ich mal stehe, dann kühle ich auch schnell wieder aus. Super praktisch sind hier zum Beispiel die Patagonia Micro-Puff und Nano-Puff Westen, die super klein und leicht in jeden Rucksack passen.

Die Midlayer-Schicht ist in der Regel nicht wind- und wasserdicht, dafür aber perfekt atmungsaktiv. Sie wird durch eine Wetterschutzschicht ergänzt - und der Name sagt es schon: zum Einsatz kommt diese Schicht hauptsächlich, wenn es nötig ist. Ansonsten bleibt sie im Rucksack. Eine Regenjacke ist ein klassisches Beispiel. Wenn es nicht in die Berge geht und kein langanhaltender Regen zu erwarten ist, dann greife ich auch gerne zu einer Windjacke. Die halten auch ein paar Tropfen Wasser aus und sind dafür deutlich atmungsaktiver. Gerade beim Trailrunning reicht mir eine gute Windjacke oft auch im leichten Regen.

Das Zwiebelprinzip gilt übrigens nicht nur für Shirts und Hosen: auch Handschuhe und Mützen lassen sich super kombinieren. Zwei Schichten decken dabei einen großen Temperaturbereich ab.

Und woher weißt Du jetzt, ob Du richtig gekleidet bist? Ich ziehe mich nach Gefühl an und gehe dann zum Test vor die Tür. Ist es mir nach einem kurzen Gang ums Haus total kalt, fehlt eine dünne Isolationsschicht. Ist es mir angenehm warm, dann hab ich eine dünne Schicht zu viel an. Denn wenn Du beim Start Deiner Tour schon warm bist, dann ist Dir in Bewegung bestimmt schnell zu warm.

Dir fehlt noch eine Schicht für Deine perfekte Zwiebel oder Du hast Fragen zur optimalen Kombination? Dann komm vorbei! Wir helfen Dir gerne!