Dieses Frühjahr wird‘s erstmal keine Events auf den Trails geben – aber das heißt ja nicht, dass es keine Rennen gibt. Philip war für uns im Saarland und hat den HFTK Trailmarathon unter die Füße genommen. Hier kommt sein Bericht:

Kein Wettkampf im Frühjahr? Das muss nicht sein – dachten sich die Hartfüßler aus dem Saarland und haben den HFKT – kurz für Hartfüßler Fastest Known Time – ersonnen: auf vier Strecken vom 14 km Funtrail über einen Halbmarathon und einen 30er bis zum 48 km Trailmarathon ist für jeden was dabei. Mit einmaliger Anmeldung unter www.hartfuessler.de/hfkt und dem entsprechenden GPS-Track kann man die Strecken dann bis 21. November so oft laufen, wie man will. Seine Ergebnisse gibt man über ein Online-Portal ein und schwups steht man auf der Ergebnisliste – im Unterschied zum amerikanischen Original nicht nur mit der schnellsten Zielzeit. Sogar eine Siegerehrung und Medaillen soll es geben, beim Sundowner Event am 22. November. Da hat sich das Team richtig viel Mühe gegeben!

Den Hartfüßler Ultratrail hatte ich schon länger auf dem Schirm und so lag es nahe, die 48 km Strecke des HFKT mit rund 1.700 hm einmal auszuprobieren – bei mir als Ersatz für das Innsbruck Alpine Trail Festival am 1. Maiwochenende.

Start der Langstrecke ist an der lustig gemachten Schaumberg-Alm in Tholey – und wenn‘s nicht gerade regnet, hat man dort echt beste Bedingungen für den Start zum Abenteuer Trailmarathon. Sofort geht‘s auf knackige Trails und ich kann jedem nur empfehlen, sich die Strecke vorher auf der Karte anzuschauen. Das hätte mir einige Extrameter gespart, weil es immer wieder Abzweigungen mit vielen Wegen und anfangs parallel verlaufenden Trails gibt. Das war mit Wurmnavi und bei Regen kaum bedienbarem Handy echt eine Herausforderung. Bessere Karten hat hier – im wahrsten Sinne des Wortes – wer auf seiner Uhr eine Kartendarstellung hat oder sicher mit Handy oder GPS-Gerät navigieren kann.

Unterwegs wechseln sich steile Anstiege und Downhills mit dahinrollenden Wanderwegen und wirklich kurzen Passagen auf Asphalt. Insgesamt würde ich den Trail-Anteil als sehr hoch bezeichnen und eintönig war es nie – großes Kompliment an die Macher der Strecke!

So richtig Spaß macht der Trail auch auf halber Strecke, wo es für einige Kilometer rund um den Bitschberg und über den Primstaler Panormapfad /-weg geht. Da hat‘s herrlich flowige Trail in ständigem Auf- und Ab, immer laufbar und dank der Beschilderung auch deutlich einfacher zu navigieren. Das gleiche gilt für die Trails rund um die Nahequelle – und wer dort ankommt, hat‘s auch nicht mehr weit bis ins Ziel.

Freilich hat es das letzte Stück nochmal ordentlich in sich: immerhin muss man ja wieder hoch, auf den Schaumberg. Und so geht es die letzten 3 km stetig bergan, nocheinmal auf kurze Trails und hoffentlich auf dem richtigen Weg zurück zum Startplatz.

Im Nachhinein fällt es mir immer schwer, den Lauf nochmal richtig zu durchleben. Aber alles in allem hab ich mich immer über die schöne Strecke gefreut – und das, trotz der zwischenzeitlichen Schwierigkeiten mit der Navigation und obwohl ich einen Großteil der Strecke im strömenden Regen gelaufen bin.

Die Strecke kann ich allen Läufern nur empfehlen – und bestimmt auch anderen „Anfängern“, die wie ich das erste Mal einem vorgegebenen GPS-Track folgen. Ich bin überzeugt: die anderen Strecken müssen genau so schön sein – die Hartfüssler haben den Bogen raus. In diesem Sinne: fahrt da hin und macht da mit. Dann feiern wir zusammen beim Sundowner im November. Vielen Dank also nochmal an die Hartfüßler – und happy Trails!