Es steht etwas im Schatten der beiden größeren und zugegeben auch etwas spektakuläreren Täler, dem Ehrbach- und Baybachtal. Dennoch lohnt sich ein Besuch im wunderschönen Lütztal, gerade wenn man etwas mehr Ruhe sucht. Am Besten startet man an der Quelle, unterhalb von Sabershausen. Elf wunderschöne Kilometer später wird man wieder vom dichten Hunsrückwald in Lütz ausgespuckt. Wer noch Lust hat, der macht kurz vor Lütz noch einen Abstecher hoch zum Josefsblick, und genießt die Aussicht über das Tal und dem Ort. Wir hatten unseren Spaß und können diese Tour nur weiterempfehlen.

Das Tal bietet aber weit mehr als nur einen Wanderweg. Der Schiefergrubenweg Lütz zum Beispiel, der den Wanderern die damalige Schieferindustrie etwas näher bringt. Insgesamt elf Gruben gab es in der Gegend, mit klangvollen Namen wie Westfalia, Himmel und Glückauf. Heute sind die Schieferstollen, zum Fledermausschutz und aus Sicherheitsgründen. verschlossen. Die Neugier befriedigen daher Informationstafeln und geben einen guten Eindruck vom der einstigen Arbeit unter Tage. Dieser Rundweg beginnt und Endet in Lütz, führt unter anderem über den Aussichtspunkt Hauslay und ist mit etwa 7 km und 300 Höhenmetern etwas kürzer, als die von uns getestete Runde.

Also ab mit euch ins Lütztal!